Kopfhautpilz Haarausfall

Kopfhautpilz Haarausfall

04.09.2020

Wenn Haarausfall über einen längeren Zeitraum anhält und vielleicht sogar kahle Stellen entstehen, kann es sich um eine Pilzinfektion der Kopfhaut handeln. Häufig gehört zu den Symptomen auch ein starker Juckreiz, und die Kopfhaut ist rot und schuppig. Falls ein Kopfhautpilz zu Haarausfall führt, dann hat die Infektion schon eine Schädigung der Kopfhaut verursacht. Bevor der Haarausfall gestoppt werden kann, muss eine Behandlung des Pilzes erfolgen, weshalb unbedingt ein Dermatologe aufgesucht werden sollte.

Haare wachsen unter Umständen nicht mehr nach

Oftmals entwickelt sich ein Kopfhautpilz aus einer seborrhoischen Dermatitis, wobei die Ekzeme nicht zwangsläufig mit Haarausfall verbunden sind. Ist jedoch ein Pilz im Spiel, dann ist schnelles Handeln angesagt, denn ein narbiger Haarausfall kann durchaus irreversibel sein. 

An den betroffenen Stellen zeigen sich Entzündungen mit blasser Innenfläche und rötlichem Rand zu erkennen. Die Haarstammzellen in den Follikeln entzünden sich ebenfalls und können im weiteren Verlauf zerstört werden, so dass sie keine neuen Haare mehr hervorbringen können.

Kopfhautpilz ist extrem ansteckend

Der Dermatologe muss zunächst herausfinden, welcher Pilz für die Entzündungen verantwortlich ist. In den meisten Fällen hat man es mit Tinea capitis, einem hochansteckenden Erreger, zu tun. Abwarten ist keine gute Idee, denn dieser Pilz verschwindet niemals ohne Behandlung. Er gedeiht im feuchtwarmen Klima und ernährt sich von den Hautschüppchen auf der Kopfhaut.

Es ist auch eine Ausbreitung der Infektion möglich, so dass sogar innere Organe gefährdet sind. Nur durch die Bekämpfung des Pilzes kann eine Gefahr für die Gesundheit verhindert und neues Haarwachstum sichergestellt werden.

Diagnose und Behandlung des Kopfhautpilzes

Der Dermatologe sieht meistens schon mit bloßem Auge, dass es sich um eine Pilzinfektion handelt. Er nimmt dann eine Haut- und Haarprobe, um diese dann mikroskopisch untersuchen zu lassen. Unter Umständen wird anschließend auch eine Kultur angelegt, um den Pilz genau bestimmen zu können. Mit Hilfe eines speziellen Schwarzlichts, kann der Arzt die Kopfhaut optimal beurteilen.

Nur nach eindeutiger Identifikation, kann eine medikamentöse Behandlung begonnen werden. Zum Einsatz kommen antimykotische Shampoos oder Tinkturen. In schlimmen Fällen müssen derlei Wirkstoffe auch oral eingenommen werden. Um die Entzündungen zu lindern, können auch Antibiotika und Kortisonpräparate verschrieben werden. 

Die Therapie erstreckt sich über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten, bis es zu einer vollständigen Heilung gekommen ist. Auch wenn die äußeren Erscheinungen bereits abgeklungen sind, muss die Behandlung auf der ganzen Kopfhaut fortgesetzt werden, um den Pilz vollständig abzutöten und ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Mögliche Ursachen für die Entstehung einer Pilzinfektion

Da von Kopfhautpilzen eine enorme Ansteckungsgefahr ausgehen, müssen Betroffene ein paar wichtige Punkte beachten. Der Kontakt mit Haustieren führt in den meisten Fällen zur Übertragung des Pilzes, vor allem wenn Hunde oder Katzen im Haushalt leben. Betroffene können den Pilz auch über die gemeinsame Nutzung von Handtüchern oder einer Haarbürste weitergeben. Weitere Ursachen für die Infektion mit einem Kopfhautpilz können eine falsche Haarpflege, mangelnde Hygiene oder Verletzungen der Kopfhaut sein.

Richtiges Verhalten des Patienten bei einem Kopfhautpilz

Wenn jemand einen Kopfhautpilz hat, muss er das Ansteckungsrisiko für andere Menschen, zu denen er engen Kontakt hat, so gering wie möglich halten. Außerdem muss durch entsprechende Maßnahmen auch eine Neubefall während der Behandlung vermieden werden. Leider sind Pilze äußerst hartnäckig, weshalb die Therapie unbedingt durchgezogen werden muss, bis alle Sporen eliminiert sind. Auch andere im Haushalt lebende Personen und Tiere müssen bei einer Infektion untersucht werden.

Handtücher und andere Hygieneartikel dürfen nicht von anderen Haushaltsmitgliedern verwendet werden. Kämme und Bürsten sollten regelmäßig desinfiziert werden. Für die Haarpflege eignen sich nur milde Produkt, welche die Kopfhaut nicht unnötig reizen. Haare sind nach dem Waschen sorgfältig und nicht zu heiß zu trocknen. Handtücher und Bettwäsche sollten nach Möglichkeit bei 90 Grad oder mit einem Hygienespüler gewaschen werden.

Haartransplantation bei irreversiblen Haarverlust

Wird bei einem Kopfhautpilz frühzeitig eine Behandlung eingeleitet, sollten die Haare nach einiger Zeit wieder nachwachsen. In wenigen Fällen wachsen die kahlen Stellen nicht mehr zu, sofern es bereits zur Narbenbildung gekommen ist und die Haarfollikel beschädigt sind. Nach Abschluss der Behandlung kann dann über eine mögliche Haartransplantation nachgedacht werden.

An der Dr. Serkan Aygin Clinic hat das erfahrene Team rund um den renommierten Chirurgen schon zahlreichen Patienten zu einem neuen Lebensgefühl verholfen. Dank innovativer Operationstechniken und einer beachtlichen Expertise können sich Betroffene nach einigen Monaten wieder an einem vollen Haarschopf erfreuen.

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