Haarausfall am Hinterkopf

Haarausfall Hinterkopf

13.11.2020

Unter den vielen Varianten des Haarausfalls ist der erblich bedingte Haarausfall am weitesten verbreitet. Lichter werdende Haare stellen für die meisten Betroffenen eine große psychische Belastung dar. Oftmals liegt ein diffuser Haarausfall vor, die Haare können aber auch an bestimmten Stellen vermehrt ausgehen, wie beispielsweise am Hinterkopf. Wobei Haare am Hinterkopf aber eher selten ausfallen.

In der Regel wird Haarausfall am Hinterkopf aber nicht durch eine androgenetische Alopezie verursacht. Dafür kommen ganz andere Auslöser in Frage, die jedoch gar nicht so leicht auszumachen sind. Um den Haarausfall stoppen zu können, muss aber frühestmöglich eine Ursachenforschung erfolgen. Deshalb wendet man sich am besten an einen Spezialisten für Haarausfall. Nur dieser kann die Art des Haarausfalls ganz sicher bestimmen.

Bestimmte Haarausfallmuster beim erblich bedingten Haarausfall 

Zunächst einmal kommt es aber darauf an festzustellen, ob überhaupt ein behandlungsbedürftiger Haarausfall vorliegt. Zu diesem Zweck sollten die ausgehenden Haare eine ganze Woche lang gezählt werden, um dann einen täglichen Durchschnitt zu ermitteln. Fallen am Tag mehr als 100 Haare aus, dann sollte man unbedingt versuchen, die Gründe dafür zu finden.

Die androgenetische Alopezie betrifft zwar 60 bis 80 Prozent der männlichen Bevölkerung und auch zahlreiche Frauen. Allerdings verläuft die Lichtung des Haares nach ganz typischen Mustern. Bei Männern weicht häufig der Haaransatz zurück, es bilden sich Geheimratsecken und teilweise auch eine Glatze am Oberkopf. Auch bei Frauen können die Haare im Bereich der Schläfen dünner werden, doch meistens zeigt sich eine Lichtung am Mittelscheitel.

Egal ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, schuld sind immer männliche Geschlechtshormone. Streng genommen sind es nicht sie selbst, sondern deren Abbauprodukt, das so genannte Dihydrotestosteron. Dieses lagert sich an den Haarfollikeln an und führt nach langfristiger Schädigung zum Absterben. In der Folge können die betroffenen Haarwurzeln dann auch keine neuen Haare mehr hervorbringen.

Da die Haarwurzeln am Hinterkopf jedoch nicht sensibel auf das Dihydrotestosteron reagieren, hängen kahle Stellen in diesem Bereich auch nicht mit männlichen Hormonen zusammen. Aus diesem Grund werden Haarfollikel für eine Haartransplantation ja auch meistens vom Hinterkopf entnommen, denn sie bleiben auch im Empfängerbereich dauerhaft erhalten.

Jeder Haarausfall kann auch den Hinterkopf betreffen

Im Prinzip kann jede Form des Haarausfalls auch einen Haarverlust am Hinterkopf begünstigen. Beim diffusen Haarausfall ist der komplette Kopf gleichermaßen betroffen, und somit auch der Hinterkopf. Der kreisrunde Haarausfall, die so genannte Alopecia areata, ist durch runde, kahle Stellen mit scharfer Begrenzung gekennzeichnet. Solche münzgroßen Areale können natürlich auch am Hinterkopf auftreten.

Die Traktionsalopezie kann auch zu Haarausfall am Hinterkopf führen, wenn die Haare durch das häufige Tragen eines Pferdeschwanzes stark unter Zug gesetzt werden. Schließlich kommt auch der vernarbende Haarausfall in Frage, denn auch in diesem Fall können sich kahle Stellen am Hinterkopf bilden. Auf jeden Fall sollte ein Besuch beim Dermatologen angesagt sein. Der Hautarzt kann Haare und Kopfhaut genau untersuchen und wird gegebenenfalls auch eine Blutuntersuchung veranlassen.

Mögliche Ursachen für Haarausfall am Hinterkopf

Haarausfall am Hinterkopf sollte nie auf die leichte Schulter genommen werden, denn es können tatsächlich schwerwiegende gesundheitliche Probleme dahinterstecken. Während einer Chemotherapie fallen die Haare am ganzen Körper aus, nicht nur am Kopf. In der Regel kann man die Haare aber nach Abschluss der Therapie wieder wachsen lassen, denn die Haarfollikel sterben nicht ab. Hinter einem diffusen Haarausfall kann so einiges stecken, wie Beispielsweise eine Fehlfunktion der Schilddrüse. Aber auch diverse Autoimmunerkrankungen, verschiedene Infektionskrankheiten oder eine Medikamenteneinnahme kommen in Frage.

Beim kreisrunden Haarausfall muss ebenfalls an bestimmte Autoimmunerkrankungen, Infektionen oder auch Dauerstress gedacht werden. Dabei fallen die Haare nicht nur am Oberkopf und den Seiten aus, sondern oftmals auch am Hinterkopf. Im weiteren Verlauf verfließen die einzelnen kahlen Areale häufig ineinander. Hinter einem vernarbenden Haarausfall steckt unter Umständen eine entzündliche Erkrankung wie beispielsweise die Schuppenflechte. Aber auch ein Befall mit Bakterien oder Pilzen kann die Ursache dafür sein. Andere mögliche Gründe für einen Haarausfall am Hinterkopf können eine Mangelernährung, Hormonumstellungen während der Schwangerschaft oder der Wechseljahre, Stress oder Alkoholabusus sein.

Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall am Hinterkopf

Um eine adäquate Behandlung einleiten zu können, muss eine profunde Ursachenforschung an erster Stelle stehen. Anschließend kommen diverse Behandlungsmethoden in Frage, wobei diese immer von der jeweiligen Ursache abhängt. Wenn man es mit einem vernarbenden Haarausfall zu tun hat, dann können an den betroffenen Stellen leider keine neuen Haare mehr wachsen. In wenigen Fällen könnte eine Haartransplantation helfen, alternativ wäre über eine Haarpigmentierung zur Kaschierung nachzudenken. Diese Behandlung ähnelt einer Tätowierung, wobei Haarstoppeln nachgeahmt werden können. Die Ergebnisse sind äußerst natürlich und täuschen eine vollere Haarpracht vor.

Sollten noch genügend aktive Haarfollikel vorhanden sein, können diese wieder zu neuem Haarwuchs angeregt werden. Bei der speziellen Mesohair-Therapie werden zu diesem Zweck verschiedene Wirkstoffe in die Kopfhaut eingeschleust. Für die PRP-Behandlung wird eigenes Blut aufbereitet und dann mit feinen Kanülen in die Kopfhaut injiziert. Eine weitere Variante bei intakten Haarwurzeln ist die Anwendung der Sauerstofftherapie.

Haartransplantation als dauerhafte Lösung bei Haarausfall am Hinterkopf

Manchmal schlägt leider keine Therapie an, und der Haarverlust am Hinterkopf schreitet immer weiter voran. In vielen Fällen kann die eigentliche Ursache dafür auch gar nicht gefunden werden. Wer unter der Lichtung des Haarschopfes leidet, kann sich für eine Haartransplantation entscheiden. Vor allem die moderne Saphir FUE Methode ist äußerst sanft und verspricht zufriedenstellende und natürliche Resultate. Allerdings sollte die Haarverpflanzung nur in Betracht gezogen werden, wenn man es nicht mit einer Autoimmunerkrankung und wenn keine Entzündungen auf der Kopfhaut vorhanden sind. Außerdem muss auch ausreichend Spenderhaar vorhanden sein, damit eine gewisse Haardichte erzielt werden kann.

Eine echte Koryphäe auf dem Gebiet der Haartransplantation ist der türkische Chirurg Dr. Serkan Aygin, der in Istanbul seine eigene Klinik betreibt. Seit nunmehr über 24 Jahren bietet er dort die innovativsten Techniken an, um die Eingriffe für seine Patienten so schonend und komfortabel wie möglich zu machen. Er und sein erfahrenes Ärzteteam betreuen die Patienten vor und nach der Operation sehr einfühlsam und haben immer ein offenes Ohr für alle Fragen. In einem Vorgespräch wird der Haarstatus genau analysiert und dann ein maßgeschneidertes Konzept erarbeitet. Auf diese Weise wird für jeden Patienten eine individuelle Lösung gefunden, die ihm zu einer ganz neuen Lebensqualität verhilft.

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