Eine Haartransplantation muss nicht schmerzhaft sein

Wenn das Haupthaar mit der Zeit immer dünner und lichter wird, kann dies eine große psychische Belastung darstellen. Nicht nur für Frauen ist volles Haar ein Schönheitsideal und Zeichen für Jugendlichkeit und Vitalität. Selbst das männliche Geschlecht definiert sein Selbstbewusstsein teilweise über die Haare.

Da der Kampf gegen erblich-bedingten Haarausfall fast aussichtslos ist, denken einige Menschen irgendwann auch über eine Haartransplantation nach. Da aber viele mit Schmerzen bei diesem Eingriff rechnen, wird der Gedanke häufig wieder verworfen. Das ist völlig normal. Doch sind Haartransplantationen tatsächlich schmerzhaft?

Wann können Schmerzen bei einer Haartransplantation entstehen?

Auch wenn sich das Thema Haarausfall nach einer Haartransplantation erledigt hat, haben viele im Vorfeld ein mulmiges Gefühl bezüglich möglicher Schmerzen. Grundsätzlich könnte man Schmerzen während dem operativen Eingriff und auch danach befürchten.

Zum einen bei der FUE-Methode durch die Entnahme und Einpflanzen der Grafts. Viele gehen auch davon aus, dass sie nach der Haartransplantation auch Schmerzen im Spenderbereich verspüren. Doch eine professionelle Haartransplantation ist keinesfalls mit Schmerzen verbunden.

Örtliche Betäubung verhindert Schmerzen bei der Haartransplantation

Selbstverständlich ist das Schmerzempfinden jedes Menschen individuell. Deshalb lässt sich pauschal keine Aussage darüber machen, ob eine Haartransplantation tatsächlich vollkommen schmerzfrei abläuft. Vor der Operation wird immer eine lokale Betäubung in die Kopfhaut injiziert. Für Menschen, die Angst vor Spritzen haben, wird dies vermutlich mit minimalen Schmerzen verbunden sein.

Werden die Haarwurzeln dann entnommen und an andere Stelle verpflanzt, spürt der Patient davon absolut nichts. Der Pieks der Spritze ist somit das einzig Unangenehme, was eventuell einen kurzen Schmerz auslöst. Meistens kann man mit den Chirurgen absprechen, dass man während des kompletten Eingriffs Musik über Kopfhörer zur Ablenkung einsetzt.

Muss man sich nach dem Eingriff auf Schmerzen einstellen?

Während der Haartransplantation sind Schmerzen also durch eine örtliche Betäubung ausgeschaltet. Doch irgendwann lässt die Wirkung der Spritze natürlich nach, und was ist dann? Nach der Operation wird am Kopf ein Verband angelegt, damit der Spenderbereich geschützt ist. Normalerweise wird es auch nach der Transplantation nicht zu schmerzen kommen.

Wichtig ist, dass man mit dem Kopf behutsam umgeht und sich nirgends stößt. Ein Stoß könnte nicht nur den Verlust einiger verpflanzter Haare zur Folge haben, sondern auch Nachblutungen verursachen. In den ersten Tagen sollte man möglichst auf dem Rücken schlafen und ein Nackenkissen verwenden. Das verhindert einen größeren Druck auf die Kopfhaut und ermöglicht schmerzfreies Schlafen. Außer einer Spannung und einem leichten Ziehen, sollte man nach dem Eingriff eigentlich nichts verspüren.

Schmerzen im Spenderbereich sind ebenfalls auszuschließen

Natürlich ist der Bereich der Haarentnahme anschließend etwas gereizt und durchaus auch deutlich gerötet, wobei aber keine Schmerzen entstehen sollten. Man sollte diese Stellen möglichst in Ruhe lassen, damit sie sich schnell wieder erholen. Es ist empfehlenswert, in den ersten drei Nächten eine Unterlage auf das Kopfkissen zu legen.

Das Betäubungsmittel wird nämlich wieder aus der Kopfhaut austreten. Wenn diese trocknet und die Wunde dann an der Bettwäsche kleben bleibt, kann das Ablösen recht schmerzhaft werden. Wenn der Heilungsprozess voranschreitet, kann höchstens der Juckreiz etwas Nerven kosten.

Soft-FUE-Methode ist komplett schmerzfrei

Einige Patienten mögen diese Aussagen eventuell nicht beruhigen. An der Dr. Serkan Aygin Clinic in Istanbul wurde aus diesem Grund die so genannte Soft-FUE-Methode entwickelt. Den Unterschied zum herkömmlichen Verfahren macht in diesem Fall die Form der Betäubung.

Normalerweise erfolgt vor dem Eingriff zuerst die Betäubung mittels Vereisung, bevor dann eine Lokalanästhesie in die Kopfhaut injiziert wird. Unter Umständen kann der Patient auch noch ein beruhigendes Medikament erhalten. Wenn jemand Angst vor Spritzen hat, ist auch eine nadellose Anästhesie denkbar. Da die Betäubung dann aber nicht so tief eindringen kann, ist die Operation eventuell mit leichten Schmerzen verbunden.

Bei der Soft-FUE-Haartransplantation wird das Anästhetikum über einen Venenzugang verabreicht. Ein erfahrener Anästhesist überwacht die Betäubung und kann die Dosierung individuell regulieren. Auf diese Weise werden keinerlei Schmerzen verspürt und der Patient kann sogar essen oder zur Toilette gehen.

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